Hey! Ich bin Karo, euer Klassenhund. Meine zwei Hobbys sind: Im Klassenzimmer unauffällig alles zu beobachten und alle Kinder einmal zu besuchen. Hier kannst du lesen, was ich so alles erlebe:
Zwei Nächte im Hotel Abbasi
Ich hatte ja gedacht, dass ich in einer tollen Suite übernachte, aber da habe ich falsch gelegen. Ich habe ein Kissen und einen Schlafsack aus Papier bekommen und habe beim Gepäck und all den verlorenen Sachen in einer kleinen Kammer übernachtet. Am dritten Tag bin ich dann endlich abgeholt worden. Von Bela, Lorenzo, Yuri, Anton, Tiziano und Lisa. Das war ein schönes Wiedersehen! Wir haben erstmal zusammen ganz viel im Restaurant gegessen. Später sind wir Fahrrad gefahren und über das Wasser gesprungen. Am nächsten Tag sind wir zum Sonnenaufgang auf einen sehr hohen Berg gestiegen, haben Lisas Kopftuch verloren und viel Kakao getrunken. Am Ostersonntag haben wir im Hotel nach Eiern gesucht und in zwei Minuten alle Eier und Hasen gefunden. Ich bin zusammen mit Lorenzo und Tiziano im Auto nach Teheran gefahren und morgen früh bin endlich ich wieder im Klassenzimmer. Ich freue mich schon.
Mit Tobi, Wiebke und Finn im Wohnmobil nach Esfahan
Kaum war ich wieder in Teheran, war ich auf einem ganz besonderen Kurztrip. Ich durfte mit Tobi, Wiebke und Finn von Tehran nach Esfahan fahren und dabei in ihrem Wohnmobil wohnen. Weil wir gestern von Parsa einen tollen Schokoladenkuchen geschenkt bekommen haben, gab es heute ausnahmsweise Kuchen zum Frühstück. Ansonsten gibt es aber immer Müsli, hat mir Finn erzählt. Nach dem Frühstück putzen wir alle zusammen Zähne. Finn mag das nicht so sehr, aber er fand es cool, dass ich seine Zahnbürste in der Hand hielt.
Dann machten wir uns bereit zum Losfahren. Ich durfte ausnahmsweise in Finns Kindersitz sitzen. Ganz schön bequem und eine tolle Aussicht hat man da nach vorne. In Esfahan angekommen, schauten wir uns die historische Siosepol Brücke an. Leider konnte ich nicht weiter mitfahren, da die Drei noch eine sehr lange Reise vor sich haben. Sie haben mich im Abbasi Hotel abgesetzt, dort habe ich zwei Nächte lang alleine gewohnt.
Karos Flug nach Teheran
Kaum hat das Flugzeug abgehoben, hat Herr Claassen auch schon einen Film angeschaut und alle zwei Minuten aus dem Fenster geschaut, ein Foto gemacht und an seinem Handy rumgespielt. Weil es keine Hundefilme im Bordprogramm gab, und man die Fenster auch gar kein bisschen aufmachen konnte, um herauszuschnüffeln, wurde mir schnell langweilig. Also bin ich etwas herumgelaufen und habe eine Flugbegleiterin gefragt, ob ich mal zum Kapitän ins Cockpit darf. Zuerst hat sie gelacht und mich gar nicht ernst genommen. Als ich gerade das Bein an einem Sitz heben wollte, hat sie mich dann aber doch ganz schnell nach vorne gebracht. Der Kapitän und der Erste Offizier (man kann auch Pilot und Copilot sagen) waren sehr nett und haben mich sogar ein Stück selbst fliegen lassen. Einen Looping durfte ich leider nicht machen.
Karo besucht die Partnerklasse in Deutschland
Herr Claassen ist mit mir erstmal nach Ulm gefahren, das ist in Süddeutschland. Wir haben dort unsere Partnerklasse besucht. Ich kannte ja schon alle Schüler von den Bildern in unserem Klassenzimmer. In echt war es mit den Schülern noch viel interessanter. Alle waren sehr lustig und manche sogar etwas frech. Das fand ich besonders gut :-). In der Partnerschule haben wir auch den riesengroßen Scheck der Spendenaktion für Ali und Baran in Teheran gesehen. So viel Geld! Damit können die beiden Kinder aus Afghanistan nun trotz ihrer Behinderung in die Schule gehen. Als sich alle Kinder unserer Klasse in einem Video der Partnerklasse vorgestellt haben, habe ich auf einmal richtig Heimweh bekommen. Zum Glück sind wir direkt nach der Schule zum Flughafen gefahren.
Besuch bei Lionel
Als Lionel wieder von Teheran zurück nach Freiburg gezogen ist, bin ich einfach zu Lionel in den Rucksack geklettert und mit nach Deutschland geflogen. Das war klasse! Wir sind zuerst mit einem weißen Zug gefahren, der so heißt wie das Wort „Eis“ auf Englisch. In Freiburg habe ich einiges erlebt. An einem Abend sind wir mit Lionels Familie ins Theater gegangen und ich musste bei der Aufführung ganz leise sein und durfte nicht mal rumlaufen. Das Theaterstück hat mir gut gefallen. Es hieß: Die kleine Meerjungfrau.
Nachdem ich ganz schön lange bei Lionel gewohnt habe, habe ich ein bisschen das Klassenzimmer vermisst. Deshalb haben mich Lionel und Emilia mit dem Zug nach Köln gebracht. Dort haben wir Herr Claassen in einer Pizzeria getroffen. Am nächsten Tag waren wir auf der Didacta Messe. Die Schule aus Teheran hatte dort einen Stand an dem Herr Pröm und Herr Claassen allen erzählt haben, wie toll unsere Schule ist. Ich habe mit Lionel an den anderen Ständen Gummibärchen und Kugelschreiber gesammelt und auch ein paar Pistazien gemopst. Irgendwann musste ich mich dann aber von Lionel verabschieden, weil Herr Claassen losfahren musste und ich ja mit nach Teheran wollte.